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                 Der jagdliche Werdegang in Praxis und auf Prüfungen:

Nachdem wir bereits den Welpenkurs im örtlichen Hundeverein besucht hatten nahm ich mit meiner Lissy ab Februar 2004 an einem Hundekurs der Jägervereinigung teil. Tatkräftig unterstützt wurden wir in allen Belangen von unserem Züchter Rüdiger, der uns auch die Gelegenheit verschaffte mal eine Hasenspur zu arbeiten oder an der Bauanlage zu üben.
Im Frühjahr wurde gleich der Wesenstest, die Junghundprüfung (115 Punkte / 1. Preis) und die Bauprüfung (100 P / 1. Preis) absolviert. Im Herbst folgte dann die ZP (137 P / 2. Preis), die wir zwar als Tagessieger absolvierten, jedoch das Stöbern in einem Miniwaldstück uns nur 3 Punkte und damit den 2. Preis einbrachte.
Zur Meisterprüfung (GP) ging ich erstmals mit gemischten Gefühlen. Die Sache mit dem Schweiß war noch nicht so ganz mein Ding. So kam es wie es kommen musste. Ich zog am ersten Prüfungstag die Start-Nr. 1, und musste gleich als erster los auf die Rotfährte.

Ich war so aufgeregt und angespannt dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah. Meine Lissy zog ich von der Fährte runter wenn sie drauf war und bei einer Verleitfährte spazierte ich munter hinterher. Trotzdem kamen wir irgendwie doch zum Stück und erhielten noch 2 Punkte. Urteil des Richters: Hund: Note 1, Führer: Note 6. Ich wurde ganz schön angezählt.
Obwohl wir den Rest der Prüfung im ersten Preis (4 oder 5 Punkte) bestehen konnten, blieb durch das Fach Rotfährte am Ende "nur" der 3. Preis. Aber ich kann mich glücklich schätzen
die GP bestanden zu haben.
Das mit dem Schweiß haben wir nach der Prüfung unter fachkundiger Anleitung noch mal vertieft.
Aufgrund der guten Prüfungsergebnisse konnten wir auch noch den Titel Gebrauchssieger einheimsen.
Weiteres zu unserer Hündin Alexa von der Wolfsklinge lesen Sie unter
"A-Wurf".

 

              Lissy und ich nach bestandener GP

                  Praxis

Inzwischen habe ich mit meiner Lissy zahlreiche Drückjagden und Maisjagden auf Schwarzwild absolviert.
Sie ist meist mit auf dem Ansitz wo sie sich absolut ruhig verhält. Ebenso waren wir bei Baujagden an Natur- und Kunstbauen. Auch meine Enten holt sie mir zuverlässig aus Fluss und Seen. Die üblichen Nachsuchen (meist Totsuchen) im Revier absolviert sie (und ich mittlerweile auch) ohne Probleme. Wird's brenzlig bin ich nicht zu stolz und hole unseren Jagdpächter Klaus, der als anerkanntes Nachsuchegespann mit seiner Ronja (Alpenländische Dachsbracke) einfach mehr Übung und Routine hat.
So sollte übringends jeder Jäger handeln der als "Ab- und Zu-Nachsucher" eine Fährte nicht weiter fortbringt. Auch im Sinne des Wildes.

Leider ist Ronja am 16.06.09 in die ewigen Jagdgründe heimgekehrt.

Ronja und Lissy hatten bereits einige Nachsuchen im Team hinter sich gebracht.

        

                                            Lissy und Ronja toben im Schnee                                                   =>Bilder Jagd